Der städtebauliche Entwurf für unser ecovillage

von studiomauer und cityförster architecture + urbanism, Hannover

Lageplan zum Wettbewerb

Kurzbeschreibung zum Entwurf

Das „Urbane Urban zur Stadt gehörend, städtisch Herz“ – der Bereich an der Kreuzung der Bebauungsplanstraßen bildet das Zentrum des Entwurfs. Hier befinden sich größere Gebäude mit den zentralen Gemeinschafts- und Gewerberäumen. Um dieses Zentrum herum liegen auf den Baufeldern aufgelockerte Wohnhöfe. Diese bilden mit unterschiedlichen Gebäudetypologien Gebäudetypologie Die Zuordnung von Gebäuden zu Gruppen, die sich nach ihrer Architektur, Funktion oder Nutzung unterscheiden. die direkten Nachbarschaften. Zwischen urbanem Herz und der Wohnbebauung verläuft ein Weg, der alle Baufelder miteinander verbindet und auch das Kindergartenbaufeld mit einbindet. An diesem Weg – hier LOOP Loop Eine Art geschlossene Schleife. Bei uns gleichzusetzen mit dem grünen Ring im Quartier. oder Allmende Allmende Hiermit ist die Fläche östlich vom ecovillage Gelände gemeint, welche der Stadt gehört und der Allgemeinheit zur Verfügung steht. genannt – liegen die Regenwasserauffangteiche, die Pflanzenkläranlage und auch der Gemeinschaftsgarten.

Konzept und grundsätzliche Ideen

(Ausschnitte aus der Wettbewerbspräsentation, teilw. gekürzte Texte)

Urbanes Herz
Am Schnittpunkt der zentralen Achsen entsteht das urbane Herz des ecovillage. Es ist dicht, urban und bunt gemischt. Als Wahrzeichen dient es als zentraler Treffpunkt und MobilityHub MobilityHub Parkplätze für PKWs, Fahhräder, Carsharing, etc. sowie als Ort der Produktion und des Handels. Das Herz schafft Identität und Angebote für alle Kronsberger:innen.

Nachbarschaften
Viele kleine Nachbarschaften stehen in enger Beziehung zueinander. Sie haben vielfältige kleine Nachbarschaftsplätze, diverse Typologien Typologien Systematik / Klassifikation und sind bunte Orte des gemeinschaftlichen Lebens. Nachbarschaften werden jeweils von ihren Bewohner:innen geprägt und sind somit höchst unterschiedlich in ihrer Gestaltung und Aneignung.

Grünes Herz
Der Grüne Ring (im Plan als Loop oder Allmende gekennzeichnet) ist das nachbarschaftliche grüne Herz des ecovillage. Es ist ein Ring, als atmender Treffpunkt, welcher die Nachbarschaften miteinander verbindet. Es ist grünes Reallabor für Nahrungsmittelproduktion, nachhaltige stadtnahe Biotope und langfristiges Wassermanagement. Der äußere Landschaftsraum vermittelt den Raum zur Landschaft und säumt das ecovillage mit einem Streuobsthain Hain Wäldchen, Baumgruppe.

Diverse Typologien
Vielfältige Typologien prägen das ecovillage und spiegeln seine heterogene Gemeinschaft wider. Suffizienz, kostengünstige Ausbauhäuser, sowie innovative Holzbauten werden hier zum Standard und bereichern den Stadtteil Kronsberg um experimentelle und zukunftsweisende Bauformen.

Gemeinschaft
Das Zusammenleben findet auf vielfältigen Ebenen statt. Der CYC-Hub ist von überregionaler Bedeutung.
Die gemeinschaftlichen Einrichtungen adressieren die gesamte ecovillage-Gemeinschaft. Laubengänge Laubengang Laubengänge in der Architektur erstrecken sich meist entlang mehrerer Nutzungseinheiten und dienen vor allem der Erschließung. z.B. ähnlich eines langen Balkons vor den Türen mehrerer Wohnungen. und gemeinsam genutzte Terrassen bilden intime Begegnungsräume im Gebäude.

Die kleine Gemeinschaft
Die Genossenschaft trifft gemeinschaftlich Entscheidungen über den Quartiers-Hub Quartiers-Hub Zentrale Ver- und Entsorgungsstelle und die Allmende. Nachbarschaften sprechen sich über ihre geteilten Bereiche ab. Wo Gebäude an Gebäude grenzen, entwickeln Bewohner:innen gemeinsame Ideen. So entsteht ein abgestuftes Teilhabesystem.

Höhenentwicklung
Eine höhere Bauweise definiert das Zentrum. Zur Landschaft im Osten nimmt die Höhe ab. Innerhalb einer Nachbarschaft treppen sich die Gebäude zu den offenen Ecken hin ab und befördern so eine optimale Belichtung und Durchlüftung. Somit öffnen sich die Nachbarschaften zueinander und zur Allmende.

Quartiersentwicklungsplan – die städtebauliche Planung wird fortgeschrieben

Die städtebauliche Planung von studiomauer und cityförster architecture + urbanism wurde im Anschluss an den Wettbewerb weiterentwickelt.

Entwicklungsfelder ergaben sich unter anderem aus den Anpassungsempfehlungen des Dorfrates Dorfrat Der Dorfrat setzt sich zusammen aus jeweils zwei Delegierten aus unseren Arbeitsgruppen, in denen die eigentliche Arbeit stattfindet. Außerdem entsendet die Mitgliederversammlung zwei weitere Vertrauenspersonen. Gemeinsames Ziel ist, die Wohnsituation sowie die sozialen, kulturellen und nachbarschaftlichen Beziehungen zu gestalten., den laufenden Verhandlungen mit der Stadt und aus verschiedenen Gutachten und Untersuchungen (z.B. zu Energie, Stoffkreisläufen und Tinyhäusern Tiny-Living Ein Wohnkonzept mit Reduzierung des Wohnraumes auf das Notwendigste.).

Der überarbeitete Quartiersplan für das erste Baufeld - das Baufeld C - wurde auf der 4. Mitgliederversammlung im Frühjahr 2021 verabschiedet.

Quartiersentwicklungsplan – Stand Herbst 2021

Im weiteren Prozess hat sich insbesondere die Freianlagenplanung konkretisiert und weiterentwickelt. Die Planer:innengruppe Oberhausen hat, in Rücksprache mit den Wohnhof-AGs, der AG Mobilität, der AG Barrierefreiheit und der AG Grün die Wegeführung ausgearbeitet, Abfall und Fahrradstellplätze festgelegt, Baumstandorte herausgearbeitet, Flächen für Kinderspiel präzisiert und vieles mehr.