Struktur der ecovillage eG

Wohnungsgenossenschaft ecovillage hannover e.G.

hat die Fläche von der Stadt Hannover gekauft,
plant die Bebauungsstruktur und die Erschließung
stellt eine für alle Bewohner:innen verbindliche Gemeinschaftsordnung auf
Die e.G. vergibt Nutzungsrechte für ca. 500 Wohnungen in genossenschaftseigenen Gebäuden für e.G.-Mitglieder.
Sie betreibt die nichtkommerziellen Gemeinschafts-einrichtungen und hält das gesamte Gelände in Stand.
Die e.G. vermietet 50 bis 75 Stellplätze für im Privateigentum befindliche mobile Tiny-Häuser
Nur in begrenzten Ausnahmefällen gibt es Gebäude Dritter, z.B. für Stiftungen

Aber was ist das eigentlich - eine "Genossenschaft"?

  • Video-Transkript

    Einer für alle – Alle für einen. Das Motto der Musketiere ist jedem bekannt:
    Zusammen waren sie viel effektiver und konnten von den Stärken des Einzelnen profitieren. Dieses Motto ist 1:1 auch auf Genossenschaften übertragbar. Sie vereinen Wirtschaftlichkeit und soziale Verantwortung und das Prinzip ist dasselbe: Einer steht für Alle ein und Alle sorgen sich um die Belange des Einzelnen.

    Die Genossenschaft steht vor allem für die drei Grundprinzipien: Selbsthilfe, Selbstverantwortung, Selbstverwaltung. Das ist die Basis für ihre Unabhängigkeit. Es sind nicht die Investoren oder großen Konzerne, die über die Ausrichtung der Genossenschaft entscheiden. Die Mitglieder selber bestimmen den Weg. So können Genossenschaften auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten erfolgreich sein. Wie das genau geht? Jedes Mitglied trägt in erster Linie zunächst mit seinem finanziellen Beitrag zum Vermögen und Erhalt der Genossenschaft bei. Gleichzeitig erwirbt man damit einen Anteil an der Genossenschaft und wird zum Mitentscheidungsträger. Das heißt jeder hat eine Stimme ganz unabhängig von der Höhe seiner Kapitalbeteiligung. Und in der Vollversammlung wird gemeinschaftlich der Vorstand gewählt. Außerdem wird über die Ausrichtung und den Einsatz der Finanzen entschieden. Jeder trägt mit seinem Anteil also auch einen Teil der sozialen Verantwortung für alle. Gerade deshalb kommt der genossenschaftliche Grundgedanke immer öfter zum Tragen, besonders da wo gemeinsam Aufgaben zu bewältigen sind, die der Einzelne nicht erfüllen kann. So sind Genossenschaften in den verschiedensten Bereichen zu finden: Von Genossenschaftsbanken über Wohnungsbaugenossenschaften bis hin zu Einkaufsgenossenschaft. Und dank der regelmäßigen internen und externen Prüfung sind die Mitglieder zudem vor finanziellen Schäden geschützt. Viele Vorteile, die diese solidarische Gemeinschaft auch weiterhin zu einem Erfolgsmodell macht – die Wirtschaft und Gesellschaft kann nachhaltig für die Menschen gestaltet werden.

    So wie damals bei den drei Musketieren, als es hieß: Einer für alle - Alle für einen!

Pflichten eines Mitgliedes

Alle Mitglieder erkennen mit ihrer Unterschrift unter der Beitrittserklärung die Genossenschaftssatzung an. Teil der Satzung ist eine Grundsatzcharta, mit der sich die Genossenschaftsmitglieder zu den Grundwerten Gleichwertigkeit, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Vielfalt bekennen. Bitte lest die Charta vor Beitritt sorgfältig durch. Mit Abschluss des Nutzungs-/Mietvertrages akzeptieren die Bewohner:innen später außerdem eine Hausordnung, die noch erarbeitet wird. Mit Beitritt verpflichtet sich jedes neue Mitglied, eine einmalige Mitgliedseinlage von mindestens 1.000 € zu zahlen. Bei Kindern und Jugendlichen ist das bis zum 18. Lebensjahr gestundet und trotzdem haben sie schon ein Stimmrecht. Zusätzlich wird je nach Wohnungsgröße eine “nutzungsbezogene Mitgliedereinlage” fällig (mehr dazu unter FAQ Punkt 5). Wenn jemand seine/ihre Mitgliedschaft kündigt, bekommt er/sie die Mitgliedseinlagen drei Jahre nach Kündigung vollständig zurückgezahlt. Weitere finanzielle Verpflichtungen gibt es für die Mitglieder nicht, z.B. keine “Nachschusspflicht”, wenn die Genossenschaft mehr Geld braucht.

Wie werde ich Mitglied?

Hier kann man die Beitrittserklärung herunterladen, ausfüllen, unterschreiben und an die Geschäftsstelle schicken. Das muss nach Genossenschaftsgesetz zwingend im Original (z.B. per Post) geschehen. Außerdem bitte den ausgefüllten Fragebogen dem Brief beilegen. Damit unterstützt du uns bei der Planung des Kronsberg-Quartiers.
Mitgliedsantrag
Weitere Anteile zeichnen
Fragebogen
Genossenschaftssatzung

Weitere Genossenschaftsanteile zeichnen

Um die Eigenkapitalsituation im Rahmen der Gesamtfinanzierung zu stärken, kannst du das ecovillage unterstützen. Egal in welchen Bauabschnitt du ziehen oder ob du das ecovillage einfach nur unterstützen möchtest. Diese drei Varianten tragen dazu bei, dass wir die Gesamtkosten für alle verbessern können:

  1. Die Zeichnung weiterer Genossenschaftsanteile
    Der Vorstand strebt an, eine Dividende von wenigstens 1 % für die freiwilligen Geschäftsanteile sicher zu stellen.
  2. Vorauszahlung der „nutzungsbezogenen Mitgliedereinlage“
  3. Kurzfristiges Darlehen mit kurzer Kündigungsfrist
    Das Darlehen wird mit 0,5 % jährlich verzinst.
  4. Langfristiges Darlehen mit zehnjähriger Laufzeit
    Das Darlehen wird mit 1,0 % jährlich verzinst.
  • 1. Was sind freiwillige Geschäftsanteile?

    In der ecovillage hannover eG unterscheiden wir zwischen mitgliedschaftsbegründenden Pflichtanteilen, nutzungsbezogenen Pflichtanteilen und weiteren Geschäftsanteilen (vgl. Satzung § 17). Mitgliedschaftsbegründende Pflichtanteile müssen gezeichnet werden, um Mitglied zu werden. Nutzungsbezogene Pflichtanteile muss einzahlen, wer im entstehenden ecovillage hannover - Kronsberg wohnen oder ein Gewerbe betreiben will. Darüber hinaus können weitere Geschäftsanteile gezeichnet werden. Sie dienen dazu, die Eigenkapitalbasis der Genossenschaft zu stärken. Die hier beschriebenen *freiwilligen* Geschäftsanteile sind weitere Geschäftsanteile im Sinne des § 17 Abs. 5 unserer Satzung. Die Kündigungsfristen dafür sind in § 18 der Satzung geregelt und entsprechen mit drei Jahren zum Ende des Geschäftsjahres den Kündigungsfristen für die Pflichtanteile.

  • 2. Wozu dienen freiwillige Geschäftsanteile?

    Die freiwilligen Geschäftsanteile stärken das Eigenkapital der ecovillage hannover eG. Sie werden nur für Investitionen verwendet und dienen langfristig insbesondere dazu, Pflichtanteile für unser Neubauprojekt stabil zu halten. Sie senken den Kreditbedarf und stabilisieren das Mietgefüge. So beabsichtigen wir, trotz steigender Grundstückspreise und Baukosten die Pflichtanteile für unser Neubauvorhaben auf einem genossenschaftsverträglichen Niveau zu halten. Für die Finanzierung des Neubauprojektes *ecovillage hannover - Kronsberg* möchten wir dieses Instrument intensiv nutzen. Deshalb hat der Vorstand beschlossen, die Zeichnung weiterer Geschäftsanteile freizugeben.

  • 3. Wer kann freiwillige Geschäftsanteile zeichnen?

    Freiwillige Geschäftsanteile sind ein Angebot, sich über die Pflichtanteile hinaus finanziell bei der ecovillage hannover eG zu engagieren, das sich ausschließlich an ecovillage-Mitglieder richtet. ecovillage-Mitglieder können freiwillige Geschäftsanteile nur zeichnen, wenn sie den mitgliedschaftsbegründenden Anteil vollständig eingezahlt haben. Diese Regelung gilt sinngemäß für den späteren weiteren Erwerb freiwilliger Anteile. Freiwillige Geschäftsanteile können bei einem späteren Bezug einer Wohnung in die entsprechenden nutzungsbezogenen Pflichtanteile umgewandelt werden.

  • 4. Welche Dividende wird für die freiwilligen Geschäftsanteile gezahlt?

    Die Höhe der Dividende oder des “Gewinnanteils” wird jedes Jahr auf der Mitgliederversammlung abhängig vom Geschäftsergebnis gemäß § 41 der Satzung neu festgelegt. Der Vorstand strebt an, eine Dividende von etwa 1 % für die freiwilligen Geschäftsanteile langfristig zu sichern. Die Erfahrungen langjährig bestehender Genossenschaften zeigen, dass auch höhere Dividenden (z.B. 3 %) möglich sind. Voraussetzung für die Ausschüttung von Dividenden ist aber natürlich zunächst, dass wir vermietbare Wohnungen gebaut haben und mit diesen Mieteinnahmen und auch Gewinne erzielen. Die Auszahlung der Dividende erfolgt jeweils am 01.11. für das zurückliegende Geschäftsjahr.

  • 5. Wie werden die Dividenden versteuert?

    Auf die Dividende muss von der ecovillage hannover eG Kapitalertragsteuer, der Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer direkt an das Finanzamt abgeführt werden. Wenn ein entsprechender Freistellungsauftrag oder eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorliegt, wird die Dividende ohne Abzüge bzw. unter Berücksichtigung des freigestellten Betrages ausgezahlt.

  • 6. Welche Risiken gibt es?

    Die freiwilligen Geschäftsanteile sind Eigenkapital und im Insolvenzfall nachrangig. Damit kann ein teilweiser oder Totalverlust nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

  • 7. Wie kann ich freiwillige Geschäftsanteile zeichnen?

    Ein Zeichenwunsch für freiwillige Geschäftsanteile kann als vorbereitete Erklärung auf unserer Homepage unter short.my-evh.de/weiteregna abgerufen werden. Möglich ist aber auch eine formlose Anfrage per Email oder Brief an das Büro:
    ecovillage hannover eG, Davenstedter Str. 200, 30455 Hannover

Weitere Informationen und die passenden Unterlagen zum Zeichnen weiterer Anteile findest du hier:

mehr Kontakt

Gliederung der Genossenschaft

Informationen über die Zusammensetzung der Mitglieder

84 % wollen in den kommenden Jahren ins Kronsberg-Quartier ziehen.

9 % warten auf ein zweites ecovillage an einer anderen Stelle in der Region Hannover, für das noch ein Grundstück gefunden werden muss.

7 % unterstützen das Projekt wegen seiner gesellschaftspolitischen Bedeutung.
Die Zusammensetzung der Mitglieder nach Alter, wirtschaftlicher Situation, usw. entspricht weitgehend der hannoverschen Bevölkerung. Beiliegend dazu Daten aus dem bei Eintritt ausgefüllten Fragebogen einschl. den Angaben zu gewünschten Wohnformen.

Weitere Statistiken findest du hier: Link